Mostheadz – Auf CD
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Gleich nach dem Intro fühlt man sich auf „Nedwiedu“ in die goldenen 90er zurückversetzt, als HipHop in Österreich noch ein Herzensding von einigen wenigen war, die authentisch und enthusiastisch versuchten, ihre Gedanken in Worte zu fassen. Was folgt ist ein Feature mit Mostviertel-Landsmann Monobrother, der gerade erst auf seinem Snippet gezeigt hat, welche Talente aus dieser Region stammen. Generell geht es auf dem 19-Track starken Tonträger vor allem um die eigene Dopeness, die in Tracks wie „Vom 58zga zum Akg“ oder „Laungishea“ in Battle-Manier zelebriert wird, oder um die eigene Leidenschaft, die man für dieses Musikgenre hegt.
Diese Passion spürt man vor allem auf den Nummern „Ausmbauch“ von Woldow und „Prioritaet“ von Kardinal. Die letztere erinnert dabei stark an „Free HipHop“ vom Vamummtn-Ansa, denn es heißt: „Wenn i ois vernochlässig, des hot Priorität, des is wos i leb, des is wie i leb, day by day“. Zudem stammt hier nicht nur der Text von Kardinal Kaos, sondern auch Beat und Cuts.
Die meisten Beats stammen generell von ihm, jedoch mit ein paar Ausnahmen, welche von DJ Buzz von den Waxos oder Teapot produziert wurden. Auch Digga Mindz hat seine Kreativität diesbezüglich beigesteuert und die Jungs gleich auf dem selbst produzierten Track namens „Frucade“ gefeatured.
Zum Abschluss der LP folgt mit „K.G.S.V.D.S.H.O.S.“ noch ein Beat mit einem wundervollen Caterina Valente Sample, allerdings war hier „Kinder gengan schnöller von da Schui ham ois sunst“ wahrscheinlich einfach zu lang für den Titel.
Gesamt betrachtet liefert das CD-Erstlingswerk von Mostheadz zwar nicht allzu viele abwechslungsreiche Themen, die in Songs verpackt wurden, allerdings tut dies dem Charakter der Platte keinen Abbruch, denn es tut immer wieder gut, mitreißende und ungekünstelte Mundart-Raps zu hören.
Hier noch das erste Video von den Mostheadz aus „Auf CD“, in dem auch Dark Poet und Fozhowi vertreten sind:
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Die CD gibt’s u.a. auf dopeshit.at zu erstehen.
(JG)