Ninjaman – Monsters of Dancehall
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Ninjaman ist eine Dancehall-Legende, mir fällt für die Neunziger keiner ein, der perfekter, origineller, keiner, der wah
nwitziger gewesen wäre wie er. Davon legt auch dieses Best-of-Album 1992–2000 Zeugnis ab. Die besten Produzenten haben ihn mit den besten Riddims in den besten Tagen der „wicked dancehall“ versorgt: King Jammy, unverkennbar – der Produzent der Dekade. Henry „Junjo“ Lawes, nach
mehreren Jahren Häf’n wieder im Business, nach wie vor ein Top-Produzent, total „state of the art“, aber irgendwie kam seine Karriere nicht mehr ins Laufen. Es wäre jedenfalls billig zu sagen, er hätte in den Jahren hinter Gittern den Anschluss verpasst. Vielleicht war Lawes mit seiner
harten und staubtrockenen perkussiven Umsetzung der Riddims seiner Zeit ja sogar voraus. Weiters Gussie Clarke, der mit dem Music-Works-Label und seinen Produktionen für Shabba Ranks, Cocoa Tea oder Cutty Ranks damals die Dancehall rockte. Hier eine klassische Produktion mit Gregory Isaacs & Freddie McGregor, „John Law“, das die Western-Begeisterung vi
eler Dancehall-Artists noch einmal thematisiert. Und drei vergleichsweise geradezu abgerundete Produktionen von Junior Reed, dessen Werk noch einer Aufarbeitung harr
t. „Ninjaman’s hits are all direct hits, killers indeed“, steht in den Liner Notes. Gegen diesen Chatter, DJ, Rapper am Höhepunkt seiner Karriere nimmt sich manch andere Berühmtheit wie ein Langeweiler aus. Jede Silbe, jede Phrase ins Schwarze. Erfreulicherweise überschneidet sich die
ses Album nur in einem Song („Border Clash“) mit der VP-„Reggae Anthology“, die hiermit als Ergänzung empfohlen ist.
Hans Grausgruber